Der âSt. Georgs-Orden - Ein europĂ€ischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringenâ
Herkunft und historische Wurzeln 1308
Die UrsprĂŒnge dieses Ritterordens gehen auf das Jahr 1308 zurĂŒck, als damals durch Kaiser Heinrich VII. aus dem Hause Luxemburg der âOrden des Alten Adelsâ (oder spĂ€ter âOrden der vier römischen Kaiserâ) gestiftet wurde, welcher als der VorgĂ€nger des heutigen Ordens angesehen werden kann.
Bereits 1408 grĂŒndet Kaiser Sigismund aus dem Hause Luxemburg neben dem bestehenden Orden des âOrden des Alten Adelsâ als ErgĂ€nzung den âDrachen-Ordenâ. Zu den 24 Mitgliedern zĂ€hlten der König, die Königin sowie weitere 22 Barone. Mitglieder waren u. a. der Herzog Ernst âDer Eiserneâ von Ăsterreich, König Albrecht II., GroĂfĂŒrst Witold von Litauen, Marsiglio Carrara, ThronprĂ€tendent des Hauses von Padua, der MinnesĂ€nger Oswald von Wolkenstein, Hervojar, PrĂ€tendent auf den bosnischen Königsthron und spĂ€terer Herzog von Split, der Voiwode Vlad Dracul und FĂŒrst Stefan Lazarewitsch von Serbien.
Angeregt durch den Ruhm und die Macht der Ritterorden, welche wĂ€hrend der KreuzzĂŒge im Heiligen Land groĂen Ruhm, materiellen Reichtum sowie bedeutende LĂ€ndereien erworben hatten, schufen die weltlichen Herrscher in Europa nach dem Vorbild der Ritterorden der KreuzzĂŒge eigene ritterliche Gemeinschaften. Diese vereinten unter unmittelbarer FĂŒhrung des Herrschers die höchsten Adeligen und angesehensten Ritter und Edelleute in ihren Reihen. Es war die Aufnahme in diese Orden ein besonderes Privileg sowie eine groĂe Auszeichnung.
Reorganisation des Ordens 1768
Der âOrden des Alten Adelsâ sowie der âDrachen Ordenâ hatten sich im Laufe der Jahrhunderte nach ihrer GrĂŒndung unterschiedlich entwickelt bzw. hatten HochblĂŒten sowie Niedergang erlebt.
So stiftete schlieĂlich in der Tradition des âOrdens des Alten Adelsâ im Jahre 1768 der regierende Graf zu Styrum, S.E. Prinz Philipp Ferdinand zu Holstein-Limburg, zur Wiederbelebung der OrdensaktivitĂ€ten und StĂ€rkung der Organisation den âRitterorden vom Alten Adel oder der vier römischen Kaiserâ, OrdensgroĂmeister wird S.E. Prinz Philipp Ferdinand zu Holstein-Limburg. Aufnahme in den Orden findet nur der Adel, er steht jedoch offen fĂŒr alle christlichen Konfessionen. Die Reorganisation sollte wohl auch die Organsiation sowie die HandlungsfĂ€higkeit des Ordens stĂ€rken, wonach von den ursprĂŒnglich fĂŒnf Zungen (Jurisdiktionen) des Ordens nur die deutsche und französische bestehen blieben.
Im Jahre 1770 wurde dem Orden der âVerdienstorden des Löwen von Limburg, Auch Orden von St. Philippâ angeschlossen â dieser Orden war nicht nur dem Adel vorbehalten, die Insignien waren sehr Ă€hnlich dem des âRitterordens vom Alten Adel oder der vier römischen Kaiserâ.
Der âDeutschen Zungeâ gehörten vor allem deutsche und flĂ€mische, auch wallonische Hocharistokraten an, der âFranzösischen Zungeâ gehörten fast ausschlieĂlich Angehörige des französischen Hochadels an, deren Existenz nach der französischen Revolution sehr bedroht war. Dies fĂŒhrte zu einem Zerfall des Ordens in eine inaktive Französische und eine fortbestehend Deutsche Zunge.
Generalkapitel und Verfassung des Jahres 1839
Die nach dem Ableben des GroĂmeisters S.E. Prinz Philipp Ferdinand zu Holstein-Limburg durch einen Ordensrat gefĂŒhrte âDeutsche Zungeâ des Ordens fĂŒhrte auf Initiative des Vizekanzlers S.E. Vicomte de Kerckhove 1838 und 1839 zu Antwerpen ein Generalkapitel des Ordens ab, auf welchem dem Orden betont konservative Ziele gesetzt wurden, Sitz des Ordens war BrĂŒssel. Die Rangstufen des Ordens waren GroĂkreuz, Commandeure 1. und 2. Klasse sowie Ritter.
Neue Verfassung 1926
Da sich nach der Jahrhundertwende die Notwendigkeit ergab, zur Intensivierung des Ordenslebens die Statuten den neuzeitlichen Gegebenheiten anzupassen, gab am 7. Februar 1926 zu Hannover ein verfassungskonformer Reorganisationsrat dem Orden ein neues Statut, wobei der Adel als Aufnahmeerfordernis wegfiel und der Orden den Namen âAlter St. Georg-Ritterorden, auch Orden der vier römischen Kaiser genanntâ erhielt und in die Balleyen Ăsterreich-Ungarn, Wendischer Kreis (Wendland), NiedersĂ€chsischer Kreis (Niedersachsen), Rheinland-Westfalen und SĂŒddeutschland gegliedert wurde. Der Orden bekannte sich zu der Erkenntnis, daĂ die Eintracht der mitteleuropĂ€ischen Nationen jahrhundertelang durch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, mit Ăsterreich als HerzstĂŒck, garantiert, aber durch die unheilvollen Entwicklungen der Jahre 1806, 1866 und 1919 zerstört worden sei.
1935 wurden die Ordens-Balleyen in Deutschland aufgelöst, ebenso 1938 die Balley Ăsterreich, damals unter FĂŒhrung von S.D. Johannes Prinz v.u.z. Liechtenstein.
Reorganisations-Konvent 2008
Die Aufhebung des âAlten St. Georg-Ritterordens, auch Orden der vier Römischen Kaiser genanntâ im Jahre 1935 in Deutschland bzw. 1938 in Ăsterreich wurde durch den Reorganisations-Konvent vom 18. JĂ€nner 2008 unter maĂgeblicher Mitwirkung des Ordensprotektors S.k.k.H. Erzherzog Dr. Otto v. Habsburg-Lothringen (â ), von S.D. Prinz Dr. Vinzenz v.u.z. Liechtenstein (â ) und Georg Ritter Mauthner v. Markhof (â ) rĂŒckgĂ€ngig gemacht, am Ordenskonvent vom 30. April 2011 im MĂŒnster zu Neuberg a.d. MĂŒrz wurde schlieĂlich nach Proklamation durch den GroĂmeister S.k.k.H. Erzherzog Karl v. Habsburg-Lothringen der St. Georgs-Orden - Ein europĂ€ischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringen als Orden des Erzhauses etabliert.
Durch die Ăbernahme der Funktion des GroĂmeisters durch S.K.K.H. Erzherzog Karl von Habsburg-Lothringen sowie die dadurch vorhandene Schirmherrschaft des Hauses Habsburg-Lothringen setzt der Orden unter dem geĂ€nderten Namen âSt. Georgs-Orden - Ein europĂ€ischer Orden des Hauses Habsburg-Lothringenâ seine jahrhundertelange Tradition als ehrwĂŒrdiger Ritterorden in der Sukzession des âAlten St. Georgs-Ritterordens, auch Orden der vier Römischen Kaiserâ fort. Der Orden hat Komtureien in Deutschland und Ăsterreich, die Errichtung weiterer Komtureien mit Jurisdiktionsbereich u.a. Burgund, Ungarn, Tschechien, Luxemburg, RumĂ€nien, Kroatien, Italien und Belgien sind geplant.
Â
|